Datum 02. April 2008

Aus für den privaten ÖPNV


Nach der Unterzeichnung des neuen Verkehrsvertrages, der der BVG bis zum Jahr 2020 eine Monopolstellung sichert, reduzierten die Berliner Verkehrsbetriebe den Anteil der durch private Anbieter erbrachten Leistung um mehr als 30 %. Dies führte dazu, dass u.a. der Vertrag mit der Firma HARU Reisen nach 16 Jahren vollständig gekündigt wurde. HARU Reisen hatte als einziges Unternehmen erdgasgetriebene Schubgelenkomnibusse angeschafft, die sich durch besonders leise Motorengeräusche und einen umweltfreundlichen Antrieb auszeichneten, der den anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard EEV entsprach und damit noch umweltschonender als EURO V Antriebe war. Die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie konnte durch eine begleitende Studie eines unabhängigen Instituts belegt werden. Die von der BVG favorisierte Wasserstoff-Technologie ist für den Einsatz im ÖPNV mit Omnibussen bis auf weiteres noch nicht wirtschaftlich zu betreiben. Dennoch sträubt sich das Unternehmen weitestgehend gegen den Einsatz erdgasgetriebener Fahrzeuge und nimmt wissentlich in Kauf, die Umwelt durch veraltete Technik zu schädigen.